Nov 3 – 26, 2017 Artothek Steiermark, Universalmuseum Joanneum, Graz
Yantra-ipsum-samsara(3)2011.Sep acrylic on canvas, wood, 23 5/8 x 23 5/8 in. [60x60cm]
______________________
Broschüre Artothek 2017
László Ottó
Yantra-ipsum-samsara (3), 2011
Acryl auf Leinwand
60 × 60 × 3 cm
Inv.-Nr. I/2844
______________________
Artothek Steiermark 2017
03.11.-26.11.2017
Eröffnung: 02.11.2017, 19 Uhr
Kuratiert von: Gudrun Danzer und Günther Holler-Schuster
Ort: studio
Abholung: 28. und 29. November 2017
Rückstellung: 2. und 3. Juli 2018
Über die Artothek Steiermark
Die Artothek Steiermark bietet die Möglichkeit, qualitätsvolle bildende Kunst aus einer musealen Sammlung für die eigenen vier Wände auszuleihen. Im Rahmen der einen Monat dauernden Ausstellung können interessierte Personen Werke aus der Sammlung der Neuen Galerie Graz für eine private Ausleihe reservieren und nach dem Ende der Ausstellung für sieben Monate mit zu sich nach Hause nehmen.
Unter den potenziellen Leihgaben befinden sich hochkarätige Werke - 2017 beispielsweise Arbeiten von Siegfried Anzinger und Hans Kupelwieser.
Die Artothek Steiermark soll dazu beitragen, zeitgenössische Kunst an die Menschen dieses Landes aktiv heranzuführen und die kritische Auseinandersetzung mit ihr zu fördern.
______________________
Artothek Steiermark 2017
03.11.-26.11.2017
László Ottó
Yantra-ipsum-samsara (3), 2011
Acryl auf Leinwand
60 × 60 × 3 cm
Inv.-Nr. I/2844
Seit Beginn seines künstlerischen Schaffens gilt das Interesse des aus Ungarn
stammenden Malers László Ottó der Geometrie. Durch die Materialisierung
des Geistigen – im Gegensatz zur Abstrahierung aus dem Gegenständlichen –
lassen sich hier bereits Charakteristika der Konkreten Kunst finden. Im Laufe
der Zeit näherte er sich über Experimente innerhalb der geometrischen Malerei
immer stärker dieser Kunstrichtung an. Die Bezeichnung Konkrete Kunst meint
eine Kunst ohne jeglichen Bezug zur visuellen Wirklichkeit, deren bildnerische
Elemente nicht stellvertretend für etwas anderes stehen oder Abbild der Natur
sind, sondern ausschließlich sich selbst bedeuten. Linie, Farbe, Fläche und Form
werden hierbei zu Akteuren im Kunstwerk sowie Ausdruck des menschlichen
Denkens. Der Künstler spricht von dieser Zeit des Experimentierens als einer
persönlichen Suche nach einer Art und Weise, seine Ideen überzeugend zu
visualisieren. Ottós Ziel ist es, die Betrachter/innen geistige und intellektuelle
Inhalte erleben zu lassen und mithilfe der Geometrie die unsichtbare Welt
sichtbar werden zu lassen. Er spricht davon, während des Entstehungsprozesses
seiner Bilder in einen konzentrierten, bisweilen kontemplativen Geisteszustand
zu verfallen, der es ihm ermöglicht, das Sein auf eine besondere Art zu erfassen.
Der Titel des Bildes besteht aus zwei Sanskrit-Begriffen und einem lateinischen
Wort: Bei einem „Yantra“ (Sanskrit) handelt es sich um den physischen Ausdruck
eines Mantras in Form einer geometrischen Figur. Es gilt als Repräsentation
des Göttlichen und als Mittel zur geistigen Versenkung. „Ipsum“ (lat.) bedeutet
„selbst“, und mit „Samsara“ wird in den indischen Religionen der immerwährende
Zyklus des Seins bezeichnet. Dieser Kreislauf von Werden und Vergehen
gilt als leidvoll und soll durch das Loslassen aller Bindungen und Begierden
sowie durch das Erlangen von Erkenntnis verlassen werden. Ottó verfolgt durch
seine Kunst das Ziel, einen Grad der Vollkommenheit und Reinheit zu erreichen,
der es sowohl dem Künstler als auch den Betrachterinnen und Betrachtern
ermöglicht, zum Bewusstsein ihrer Menschlichkeit zu gelangen und so in weiterer
Folge zum Ziel des Lebens, der vollkommenen Harmonie.